Wir hatten nicht zu viel versprochen, traditionell haben wir ja am Muttertag immer etwas Besonderes und dieser Vormittag war wirklich besonders. Wieder einmal musste Anna für den Köpenicker Stadtstreicher einspringen, der erst am frühen Morgen aus dem Tourbus fiel und so war sie mit dem ganzen fleißigen Team schon 9Uhr auf dem Hof, um die Bühne und den Sound einzurichten. Alle anderen bereiteten wie immer den Hof vor, damit das verehrte Publikum sich wohl fühlt und dann kam auch schon Laura zum Soundcheck und sogar Tobias schaffte es noch knapp vor dem Einlass
Météo
also Wetter – gab es auch – nur das Beste für unsere Mütter – Sonne satt und so wurden nach der obligatorischen Begrüßung stellvertretend für alle Mütter der Schwiegermutter von Katja, die zuuuufällig die Mutter vom Onkel mit der Laterne ist, Blumen überreicht. Und Schokolade, so viel Zeit muss sein…
Hymne
zum Beginn darf natürlich nicht fehlen, Gesagt – Getan, einmal unsere schöne Hymne gehört und mitgesungen und
et voilà
wurde Laura begrüßt und auf die Bühne gebeten.
Bonjour,
das verstand nun wirklich Jeder und Jede und ja, die meisten Lieder wurden natürlich auf Französisch dargeboten, aber…Laura ist nicht nur wunderbar gesegnet an Stimme und Klavierspiel, nein, sie holt zwischen und in den Liedern das Publikum auf formidable Weise ab, verziert das Programm mit Geschichten zu oder um die Chansons herum und ist insgesamt eine imposant stimmige Erscheinung.
Magnifique
vom Outfit über kleine Details wie den Eiffelturm auf dem Klavier, bis zur eigentlichen Darbietung naturellement, in welche immer wieder sehr gekonnt kleine Loops eingebaut wurden.
Humour
hat sie auch noch. Und nicht zu knapp. Ich ertappte eine Zuschauerin bei den Worten: „Das gibt’s ja gar nicht – Schön, klug, witzig und dann auch noch gut“ Und das war nicht zickig gemeint, sondern ehrlich bewundernd.
Baguette – Croissant – Fromage
versteht jetzt niemand der nicht da war, aber dafür kann ich ja nichts. So langsam sollte ja jeder wissen, was er oder sie verpasst des Sonntags bei uns 😉. Soll auch an dieser Stelle nur als Beispiel dienen für die Verknüpfung von Humor, Leichtigkeit und Können.
Féminisme
leicht verpackt und trotzdem mit dem Finger in der Wunde. Giselle Pelicot ist nur ein Stichwort dazu, aber wie großartig wichtige Themen unserer Zeit in ein Unterhaltungsprogramm einzubauen. Man könnte es sich auch leichter machen und die Leute nicht konfrontieren, umso schöner, wenn es gelingt mit Musik und Ansprache Herzen zu öffnen und nicht die Hirne zu verschließen
Chapeau
Wie auch zum Thema Streaming, wir betonen das ja auch immer wieder, wie unerhört die (NICHT) Beteiligung der Schöpfer über z.B. Spotify ist, aber Laura macht da dann einen Song draus.
Zéro Point Zéro Zéro Trois
also 0,003! So „viel“ Cent verdient der Schöpfer eines Werkes an einem Stream bei Spotify und ich erspare mir jetzt die Feinheiten zu erklären, dass nicht mal das in jedem Fall stimmt, weil erst eine bestimmte Anzahl gestreamt werden muss und noch ein paar Faktoren zu berücksichtigen sind, bevor es überhaupt zu einer „Ausschüttung“ kommt… Jedenfalls ist es unterirdisch, das weiß ja unser Publikum und einige sind ja auch schon zu anderen Diensten gewechselt, wie z.B. Tidal, wo die Beteiligung zwar auch nicht zum Leben reicht, aber besser ist und noch dazu auch die Audioqualität.
Conclusion
die Mixage an diesem Vormittag war einfach insgesamt großartig. Sonne, ein gutgelauntes klatsch-und singfreudiges Publikum, eine wunderbar aufgelegte Künstlerin, da wollte eigentlich niemand, das es endet und doch
Tout a une fin
und so enterte der „Onkel mit der Laterne“ Tobias wie immer vor dem letzten Lied im Set die Bühne, um neue und alte Bekannte zu begrüßen, das KunstHof Konzept des „Einer-trage-des-anderen-Last“ zu erklären, das Team und Anna mit ihren wohlverdienten Appläusen zu bedenken, mit dem Geldsammel“kind“ Katja den Geldabholblick zu üben und nicht ohne den heutigen Stellvertreter der „reichen Säcke“ zu begrüßen. Ein Dank geht an Patrick Löser unseren Hörproblemlöser aus der Altstadt! Schön, dass es Dich gibt!
Merci
also an Dich, an Anna, an Katja, an das ganze KunstHof-Team, an Effe fürs Merch, an Petrus und an den Tourismusverein für die immer aktuelle Baustellenkarte
Der größte Dank aber geht an Laura Dee
für einen formidablen Vormittag mit Herz, Hirn und guter Laune.
Nach dem Rückbau des Hofes saßen wir noch gemeinsam mit Laura in der Grünstraße und fühlten uns wie Göttin in Frankreich.
La vie est belle – Das Leben ist schön!!!
Gez. Plisch
NÄCHSTEN SONNTAG – GEHT ES DANN WEITER mit PetrOl
https://kunsthofkoepenick.eu/veranstaltungen/apres-church-auf-dem-kunsthofkoepenick-petrol/
Après Church, die nachbarschaftliche verbindende Veranstaltungsreihe zum Erleben von Kultur bei Kaffee, Wein, Bier oder alkoholfreien Getränken
Jeden Sonntag, von Ostern bis Oktober, 11.30Uhr bis 13.00Uhr auf dem KunstHofKöpenick
– Alt Köpenick 12 – Einlass 11Uhr – EINTRITT FREI –
HÖRT IHR DIE GLOCKEN, MACHT EUCH AUF DIE SOCKEN!
Alle Konzertberichte des Jahres zum Nachlesen findet ihr auf unserer Website unter dem Reiter APRÈS CHURCH – Alle Konzertberichte
https://kunsthofkoepenick.eu/category/allgemein/
Fotos: Norbert Milzow





























