Friedenskonzert

FRIEDENSKONZERT 2020

Dieser Abend soll, wie die beiden vorangegangenen Friedenskonzerte, den Menschen hier in Treptow-Köpenick, die sich zu Humanismus, Frieden, Mitmenschlichkeit und Solidarität bekennen, Kraft und Mut geben, das auch im eigenen Umfeld immer wieder einzubringen, nicht zu verstummen, sich zu äußern, sich bewusst zu sein.

Und das außerhalb von parteipolitischen Lagern. Nach den gefeierten Friedenskonzerten 2018 und 2019 wird sich der KunstHofKöpenick e.V. am 09. Oktober 2020 wieder insgesamt 7 Künstler einladen, um gemeinsam einen Tag der besonderen Art zu zelebrieren.

Es wird, von einer Pause unterbrochen, ca. zweimal eine Stunde Musik geben. Musik kann und muss verbinden, was viel zu oft gegeneinander ausgespielt wird. Musik ist eine universelle Sprache und unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion, Abstammung, sexueller Orientierung oder Herkunft. Die gesamte Veranstaltung wird bei freiem Eintritt durchgeführt.

Beginn 19h, Einlass ab 18h.

FRIEDENSKONZERT in der Friedenskirche Grünau am 9. Oktober 2020, um 19 Uhr

Schirmherr:
Oliver Igel – Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick

Diese Veranstaltung präsentiert der KunstHofKöpenick e.V. in Zusammenarbeit mit Tobias Unterberg und der Evangelischen Kirchengemeinde Bohnsdorf – Grünau.

SOLIDARITÄT UND GESELLSCHAFTLICHER ZUSAMMENHALT

Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber auch wir als KunstHofKöpenick e.V. stehen natürlich nicht außerhalb der Ereignisse dieses Jahres und müssen der allgemeinen Situation Rechnung tragen.

Unser ursprüngliches Thema, der Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle und seine Zusammenhänge innerhalb der Geschichte und der Gesellschaft wird dann am 9.Oktober 2021 stattfinden. Das hat mehrere Gründe, auf die wir hier kurz eingehen wollen.

 

In großen Krisen zeigt sich der fragile und kontingente Charakter einer gesellschaftlichen Struktur. Wir alle mussten dieses Jahr miterleben, wie sich, teilweise auch im eigenen Umfeld, Menschen radikalisierten und begannen sich von der Demokratie abzuwenden. Wieder einmal.

Soziale Unsicherheit, Zukunftsangst und das Streben nach einer schnellen und möglichst einfachen Antwort auf die Krise führt, gepaart mit dem Geschäftsmodell der sich, wie schon immer, besser verkaufenden schlechten Nachrichten und diversen Rattenfängern, zu einer explosiven Mischung, gegen die es gilt, immer wieder auch im eigenen Umfeld anzugehen. Und das im Verbund mit allen Demokraten und selbstverständlich unter Aufbietung aller Obacht die geboten ist, wenn es um die Wahrung der Grundrechte geht. Und trotz alledem, die Maßnahmen scheinen in ihrer ganzen Härte mit Blick auf z.B. Italien, die USA oder Großbritannien richtig und nachvollziehbar.

Um ein Zitat von Rosa Luxemburg zu strapazieren: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Es kann nicht nur für den Einzelnen um irgendein persönliches Recht, auf was auch immer, gehen, wenn wir es nicht gemeinschaftlich solidarisch denken!

Uns alle hat diese Krise überrascht, ja überrollt. Es ist daher, unserer Meinung nach, notwendig, sich einzugestehen, dass es Themen gibt, die im Moment so vordergründig auf der Straße liegen, dass es möglich sein muss, seine eigenen Pläne in Frage zu stellen. Und sei es noch so schmerzhaft. Da-zu gehört eben auch, ein großes Thema, wie das Gedenken an den Anschlag auf die Synagoge in Halle im Interesse dieses Themas zu verschieben, damit man nicht Gefahr läuft, es zu „verbrennen“, da man an den eigentlichen Befindlichkeiten der Gesellschaft vorbei plant. Was die Menschen in diesem Jahr bewegt, ist die Bewältigung der COVID-19-Krise, sind die Bilder von Demonstrationen, ist die Sorge um den Zusammenhalt und die Zukunft dieser Gesellschaft. Dafür braucht es Mut und Zeichen. Vielleicht auch Denkanstöße, aber in erster Linie braucht es Hoffnung, die Dinge gemeinsam neu zu denken. Sichtbare Zeichen, dass man nicht allein ist, dass es sich lohnt, über eine Zukunft nachzudenken, die mehr sein kann, als nur ein Zurück zum Vorherigen Trott….

Solidarität ist mehr als Mundschutz und Klatschen für Pflegekräfte. Solidarität muss immer wieder neu gedacht und erbracht werden. Gesellschaftlicher Zusammenhalt muss gepflegt werden und dazu gehört es eben auch, in solchen Zeiten gemeinsam einmal durchzuatmen, inne zu halten, sich zu freuen und einen unbeschwerten Abend miteinander zu erleben, um wieder Schwung zu holen für die anstehenden Aufgaben. Auch jetzt ist doch absehbar, dass auch im Oktober die Krise nicht bewältigt sein wird und wir alle nicht wissen, was da eventuell nachhallt…was für Konsequenzen das am Ende für uns alle haben wird. Trotzdem, oder gerade deshalb wollen wir versuchen mit dem FRIEDENS-KONZERT 2020 ein Zeichen der Zuversicht zu setzen.

SOLIDARITÄT UND GESELLSCHAFTLICHER ZUSAMMENHALT

ist das Thema der Zeit und der Zukunft. Ein freudiger, positiver Abend, ohne die Schwere eines geschichtlich belastenden Themas, eher unter dem Aspekt

„Gemeinsam weiter voran gehen – Miteinander Füreinander“

Lasst uns gemeinsam feiern, dass Konzerte (in welchem Rahmen auch immer) wieder möglich sind, dass wir die Krise bis hierhin halbwegs gemeistert haben.
Ja, es wird ein anderer Abend als die bisherigen Konzerte, aber im besten Fall wird er Kraft und Inspiration geben für ein Miteinander in unserem Treptow-Köpenick.

Die gesamte Veranstaltung wird bei freiem Eintritt durchgeführt.
Sponsoren und Unterstützer werden ab August auf www.friedenskonzert.berlin kenntlich gemacht, die Bewerbung über Flyer und Plakate startet ebenfalls in diesem Zeitraum.

Für die warme Küche ist gesorgt. Vahed Mehdibagli, ein Mitglied unseres Vereins, wird für alle Musiker*innen kochen. Für das Publikum gibt es vor sowie nach dem Konzert und in der Pause eine Versorgung mit Getränken und einem kleinen Imbiss für kleines Geld vor der Kirche.

Mit ihrer Hilfe können wir an diesem Abend etwas wirklich Schönes und Bewegendes schaffen.

Noch einmal, Halle ist nicht vergessen, das Gedenkkonzert dazu findet dann definitiv am 9.Oktober 2021 statt, trotzdem wollen wir am 9.Oktober 2020
bei aller Last des Datums einen festlichen, fröhlichen, gemeinsamen Abend verbringen, der im Kleinen zeigt, was im Großen so erstrebenswert ist.

SPENDENKONTO:

KunstHofKöpenick e. V.
IBAN: DE 95 1009 0000 2683 1030 07

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