Bühnenbild 1. Platz
Das Bernd Rinser ein waschechter Blueser ist, ist wirklich auf den ersten Blick zu erkennen: denn was darf bei Blues nicht fehlen? Richtig – Gitarren!!! Und davon hatte Bernd eine Menge dabei…ich zählte, glaube 7 Stück…, samt dazugehöriger Amps (Verstärkern). Die Bühne glich einem Gitarren-Wohnzimmer inkl. eigens mitgebrachten Teppichen. Fürs Bühnenbild gibt es von mir also ein glatte 1 mit Sternchen.
Und weil der Bernd so viel Zeug zum Aufbau mitbrachte, fuhr er extra früh los und war dann schon vor dem ersten KunstHofler da, na da haben wir nicht schlecht geschaut, stimmts Norbert?
Also Künstler – check.
Die fleißigen Helfer trudelten auch nach und nach ein – Helfende Hände – check.
Anna kümmerte sich um den Ton – check.
Fehlte noch das Publikum und obwohl so ein langes Wochenende mit herrlichstem Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen durchaus zu einem Ausflug an die oder den Ostsee oder in den Spreewald verleiten könnten, waren alle Plätze besetzt. Vielen Dank an der Stelle schon mal für das wunderbare Publikum, welches es sich nicht nehmen ließ mit uns die Seele baumeln zu lassen.
Und das gelang uns gut, auch wenn Blues an sich eher die wehmütigeren schweren Themen in den Liedern und den Texten vornimmt, so hat Bernd es doch gut verstanden, uns A) durch seine Geschichten abzuholen und auch in die Songs eintauchen zu lassen und B) es auf eine Weise zu spielen, die den Blues zwar glaubhaft und echt wirken ließen, ohne dass er sich schwer anfühlte. Und dieser Spagat ist gar nicht so einfach. Was ist das eigentlich auch für eine Schnapsidee, so Blues am Vormittag bei voller Helligkeit und draußen, schreit er doch normalerweise nach einem Whisky und einer nur akzentuiert beleuchteten Bühne.
Von Pech und Zitronen
Wenn ich es richtig wiedergebe, wurde Bernds erster Song inspiriert von einem Musiker, dem es nicht vergönnt war, den Song auf ein Album zu pressen. Er hatte das Gück, dass ihm beim ersten Versuch das Studio abbrannte, beim zweiten die Aufnahmen vom FBI beschlagnahmt wurden, da der Toningenieur auch einer Karriere als Drogenhändler nachging und beim dritten Mal wurde er vor Fertigstellung von dem Sohn eines ehemaligen Freundes erschossen. … dumm gelaufen…
So wurden wir durch den Vormittag getragen, zwischendrin wurden immer wieder die Gitarren gewechselt und wie Bernd es liebevoll nannte, „chinesische Musik“ gespielt. Gemeint war damit das Tuning, also das Stimmen der Gitarre. Neben den Gitarren wechselte Bernd auch mal die Sprache, wobei nicht immer klar war, wo das englische aufhörte und das bayrische anfing. Denn, ich erwähnte es noch nicht, aber er kommt aus Bayern, aber ich sag mal, als Saupreiss is eh wurscht, ob englisch oder bayrisch, verstehst eh nix. 😉
Aber, wie weiter oben schon erwähnt, holte er uns im besten Hochdeutsch immer wieder ab und wie sagte Bernd so schön, wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus und wenn du Limonade nicht magst, dann lieber Whisky Sour und wenn dir das zu viel Arbeit macht, nimm es wenigstens für Tequila.
Das Publikum war jedenfalls gespannt dabei, wippte rhythmisch mit den Füßen mit und wackelte mit den Köpfen.
Das KunstHof-Prinzip
Und wie aufs Stichwort riss dann die Gitarrenseite, was für Katja quasi nur als Zeichen gesehen werden konnte, um die Bühne zu entern…ja richtig gehört, Katja musste wieder ran, da der Onkel mit der Laterne noch immer konzertierend in der Republik unterwegs war. Sie erklärte also noch mal für alle, das KunstHof-Prinzip, des Einer-trage-des-anderen-Last und bedankte sich bei allen Beteiligten, diesmal mit einem langen Applaus für das Team! Und bei Anna, für den tollen Ton, mit einem kurzen Applaus bei Petrus, der das mit dem Wetter wirklich gut hinbekommen hat und natürlich mit dem längsten Applaus bei Bernd Rinser für dessen wundervollen Auftritt!!! DANKE auch noch mal an dieser Stelle!!!
Die Rote Latte
PS. Aktuell könnte man sagen, wir haben nicht mehr alle Latten am Zaun (oder an der Bank). Fand doch glatt jemand die rote Latte mit dem KunstHofKöpenick Schriftzug so schön, dass er diese gleich mitnahm….
Eine Entschuldigung muss ich auch noch loswerden, da der Bericht so spät kommt, ist die an dieser Stelle sonst kommende Ankündigung für nächste Woche quasi schon heute, daher hoffe ich auf euer Nachsehen und freue mich auf ein schönes Konzert mit Laura Dee!
https://kunsthofkoepenick.eu/veranstaltungen/apres-church-auf-dem-kunsthofkoepenick-laura-dee/
Bis gleich!
Danke, wie immer, auch dem Tourismusverein für das Zusammentragen der Informationen zu den aktuellen Sperrungen, Umleitungen und Ersatzverkehren, immer zu finden HIER
Gez. Plischka
NÄCHSTEN SONNTAG – GEHT ES DANN WEITER mit PetrOl
https://kunsthofkoepenick.eu/veranstaltungen/apres-church-auf-dem-kunsthofkoepenick-petrol/
Après Church, die nachbarschaftliche verbindende Veranstaltungsreihe zum Erleben von Kultur bei Kaffee, Wein, Bier oder alkoholfreien Getränken
Jeden Sonntag, von Ostern bis Oktober, 11.30Uhr bis 13.00Uhr auf dem KunstHofKöpenick
– Alt Köpenick 12 – Einlass 11Uhr – EINTRITT FREI –
HÖRT IHR DIE GLOCKEN, MACHT EUCH AUF DIE SOCKEN!
Alle Konzertberichte des Jahres zum Nachlesen findet ihr auf unserer Website unter dem Reiter APRÈS CHURCH – Alle Konzertberichte
https://kunsthofkoepenick.eu/category/allgemein/
Fotos: Norbert Milzow





















